Oleochemische Rohstoffe kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Ihr Beitrag zu nachhaltigen und vielseitigen Anwendungen macht sie zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemie. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen, Entwicklungen und das Angebot der Donauchem GmbH.
Was ist Oleochemie?
Die Oleochemie ist auch als Fettchemie bekannt. Sie ist ein Teilgebiet der Chemie, das sich mit der Verarbeitung und Nutzung von pflanzlichen und tierischen Fetten sowie deren Folgeprodukten befasst. Außerdem betrachtet sie auch petrochemische Alternativen zu diesen Stoffen.
Da die Oleochemie auf nachwachsenden Rohstoffen basiert, spielt sie eine wichtige Rolle im Bereich der nachhaltigen Chemie.
Aufbau von Fetten und Ölen
Fette und Öle bestehen überwiegend aus Triglyceriden (auch Triacylglyceriden). Diese Moleküle setzen sich aus einem Glycerin-Molekül zusammen, das mit drei Fettsäureresten verestert ist. Die Fettsäuren unterscheiden sich in Kettenlänge, Sättigungsgrad (Anzahl der Doppelbindungen) und Struktur, was zu einer großen Vielfalt an Eigenschaften führt.
Geschichtlicher Hintergrund
Bereits in der Antike wurden Fette und Öle nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch für technische Zwecke genutzt, etwa zur Seifenherstellung oder als Brennstoff für Öllampen.
Die moderne Oleochemie entwickelte sich im 19. Jahrhundert mit der systematischen Erforschung von Fetten und deren Reaktionsverhalten. Heute ist sie in vielen industriellen Bereichen etabliert, darunter:
Lebensmittelindustrie
Kosmetik und Pharmazeutik
Herstellung von Schmierstoffen, Tensiden und Kunststoffen
Erneuerbare Energie, vor allem Biodiesel
Derzeit wird etwa ein Siebtel der weltweit produzierten Fette und Öle oleochemisch weiterverarbeitet.
Rohstoffbasis der Oleochemie
Die in der Oleochemie eingesetzten Rohstoffe stammen überwiegend aus pflanzlichen und tierischen Quellen. Entscheidende Unterschiede ergeben sich durch die Länge der Fettsäureketten und den Sättigungsgrad (gesättigte vs. ungesättigte Fettsäuren).
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