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Moderne Alternativen zu klassischen Lösemitteln

1. Juli 2026
Donauchem Group
blaue Blasen

Moderne Lösemittel müssen heute weit mehr Anforderungen erfüllen als reine Funktionalität. So werden neben rein technischen Eigenschaften auch zunehmend Themen wie Arbeitsschutz, regulatorische Anforderungen, Emissionen und Versorgungssicherheit wichtiger. Dadurch gewinnen moderne Alternativen mehr und mehr an Bedeutung.

In diesem Blogbeitrag finden Sie einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, mögliche Alternativen zu klassischen Lösemitteln und was bei einem Wechsel berücksichtigt werden muss.

Warum gewinnen Alternativen zu klassischen Lösemitteln an Bedeutung?

Klassische Lösemittel wie Toluol, Dichlormethan oder n-Hexan stehen vermehrt unter regulatorischer und technischer Beobachtung. Viele der Stoffe gelten als gesundheitsschädlich, leicht flüchtig oder kennzeichnungspflichtig und stellen dadurch höhere Anforderungen an Arbeitsschutz, Lagerung und Umgang.

Moderne Alternativen zu klassischen Lösemitteln gewinnen insbesondere in folgenden Bereichen an Bedeutung:

  • Gesundheitsschutz: geringere Toxizität und verbesserter Schutz für Mitarbeitende

  • Umweltschutz: Reduktion von VOC-Emissionen und Einsatz alternativer Rohstoffquellen

  • Sicherheit: höhere Flammpunkte und geringeres Gefahrenpotenzial im Betrieb

  • Rechtliche Anforderungen: strengere regulatorische Vorgaben, etwa durch REACH oder SVHC-Einstufungen

Reagenzgläser mit blauen Flüssigkeiten

Was treibt den Umstieg auf alternative Lösemittel an?

Der Umstieg auf alternative Lösemittel wird von technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. Insbesondere strengere gesetzliche Vorgaben sowie steigende Anforderungen an Arbeitsschutz und Emissionsreduktion treiben diese Entwicklung voran. Darunter unter anderem:

-          Regulatorik: REACH-Beschränkungen und der Ersatz von SVHC-Stoffen wie NMP oder DMF

-          Arbeitsschutz: Senkung der Toxizität und Reduktion von VOC-Emissionen

-          Rohstoffbasis und CO₂-Thematik: alternative Rohstoffquellen und Reduktion des CO₂-Fußabdrucks

-          Aktuelle Marktsituation: Preissituation, Verfügbarkeit und Lieferketten


Dadurch bekommt die Bewertung bestehender Lösemittelkonzepte in vielen industriellen Anwendungen mehr Bedeutung.


Welche Alternativen zu klassischen Lösemitteln bietet die Donauchem?

Lösemittel-GruppeMögliche Alternativen
Kohlenwasserstoffe
Klassiker
Klassiker: Testbenzine Spezialbenzine Petroleum Aromaten
Probleme
Probleme: Hohe VOC-Werte Leicht entzündlich Oft neurotoxisch
Isoparaffine Hydrierte Pflanzenölester Andere
Glykole & Glykolether
Klassiker
Klassiker: Butylglykol Ethyldiglykol Etc.
Probleme
Probleme: Fortpflanzungsgefährdend Kennzeichnungspflichtig Etc.
Dibasicester Propylencarbonat, Dimethylcarbonat. Glycerolcarbonat Glykolether mit sichererem tox. Profil: PnB, DPnB 1,3-Propandiol
Ketone & polare Solvents
Klassiker
Klassiker: Aceton MEK, MIBK DMF THF NMP
Probleme
Probleme: Aceton/MEK: leichtflüchtig & entzündlich THF/DMF: reproduktionstoxisch
Propylencarbonat, Dimethylcarb.,Glycerolcarbonat DMSO Gamma-Valerolacton 1-Me-THF Lactat-Ester

Welche weiteren Produkte können wir als Donauchem auf Basis nachwachsender Rohstoffe anbieten?

Mittlerweile sind viele klassische Lösemittel auch auf Basis nachwachsender Rohstoffe verfügbar. Als Rohstoffquellen dienen dabei unter anderem:

  • Erneuerbar: Nachhaltig angebaute landwirtschaftliche Rohstoffe

  • Biozirkuläre Energie: Gewinnung aus Abfällen und Reststoffen biologischen Ursprungs


Die Donauchem kann in diesem Bereich unter anderem folgende Produkte anbieten:

  • Glycerin

  • Monoethylenglykol und Monopropylenglykol

  • Bio-Ethanol

  • 2-Propanol (IPA)

  • Ethylacetat

  • Isopropylacetat

  • Aceton

  • Alpha-Methyl-Styrol


Warum muss der Umstieg auf alternative Lösemittel sorgfältig geprüft werden?

Der Umstieg auf alternative Lösemittel ist in vielen Anwendungen technisch möglich, erfordert aber häufig eine Anpassung bestehender Formulierungen und Prozesse, da Eigenschaften sich je nach Stoff deutlich unterscheiden können.

Gleichzeitig bedeutet eine alternative Rohstoffbasis oder eine geänderte Einstufung nicht automatisch, dass ein Produkt uneingeschränkt unbedenklich ist. Daher müssen mögliche Auswirkungen auf Anwendung, Sicherheit und Handling im jeweiligen Einsatzbereich sorgfältig geprüft werden.

Wohin werden sich moderne Lösemittelkonzepte entwickeln?

Die Anforderungen an moderne Lösemittelkonzepte werden sich auch in Zukunft weiter verändern. Neben technischen Eigenschaften werden auch Themen wie geringe Toxizität, alternative Rohstoffquellen, biologische Abbaubarkeit und regulatorische Sicherheit in den Fokus.

Darüber hinaus spielen auch wirtschaftliche und technische Faktoren eine wichtige Rolle. Aspekte wie Verfügbarkeit, Lieferketten, Preissituation, Förderfähigkeit sowie die technische Leistungsfähigkeit neuer Lösemittelkonzepte werden die weitere Entwicklung maßgeblich beeinflussen.