Sicherheitsmanagementsystem (SMS)
Im Zentrum steht dabei unser globales Sicherheitsmanagementsystem (SMS), das von der Unternehmenszentrale in Wien entwickelt, betreut und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Dieses System definiert alle Mindeststandards, die wir sowohl im Bereich Arbeitssicherheit als auch im Bereich IT-Security verpflichtend einfordern. Das SMS ist in allen relevanten Landessprachen verfügbar und stellt eine klare, verständliche und einheitliche Kommunikation sicher. Die Einfachheit und Nachvollziehbarkeit der Inhalte ist dabei ein gewünschtes Kernelement, denn das Wissen im Bereich „Sicherheit“ muss für alle leicht und einfach zugänglich sein.
Lernen und verbessern
Unser Sicherheitsmanagementsystem basiert auf dem bekannten STOP-Prinzip (Substitution, Technische Maßnahmen, Organisatorische Maßnahmen, Persönliche Schutzmaßnahmen). Es priorisiert Sicherheitsmaßnahmen in einer klaren Reihenfolge: Zuerst stehen technische und organisatorische Lösungen im Fokus, erst danach persönliche Schutzmaßnahmen. Ziel ist es, Gefährdungen möglichst an der Quelle zu vermeiden und Risiken systematisch zu reduzieren, anstatt sie ausschließlich durch individuelles Verhalten oder persönliche Schutzausrüstung auszugleichen. Sicherheit wird dadurch für uns nicht als einmalige Maßnahme verstanden, sondern als fortlaufender Prozess, der sich an neue Erkenntnisse, Technologien und Rahmenbedingungen anpasst.
Regelmäßige Sicherheitsaudits
Interne und externe Audits sowie diverse Zertifizierungen bestätigen regelmäßig, dass die von uns gesetzten Standards eingehalten werden. Ein verpflichtendes jährliches internes Sicherheitsaudit an allen Standorten stellt sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt und laufend überprüft werden. Unser Anspruch ist es, eine einheitliche, gruppenweit gültige Sicherheitskultur zu leben und ein globales Verständnis von Sicherheit im Arbeitskontext zu verankern. Dabei geht es nicht nur darum, unsichere Zustände zu identifizieren, sondern diese dauerhaft zu beseitigen und sicherere Verfahren einzuführen.
Technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen
Ein Großteil unserer Anlagen fällt unter die Kategorie der sogenannten „Seveso-Betriebe“. Daraus ergeben sich strenge behördliche Anforderungen, die wir als Betreiber konsequent erfüllen müssen. Um diesen Vorgaben gerecht zu werden, investieren wir kontinuierlich in neue Technologien, moderne Arbeitsprozesse und die technische Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen. Diese Investitionen stellen sicher, dass unsere Chemieanlagen nicht nur effizient, sondern auch mit höchstmöglicher Sicherheit betrieben werden können. Technische Sicherheitsmaßnahmen sind dabei ein entscheidender Baustein unseres Gesamtsystems.
Ebenso wichtig sind unsere organisatorischen Strukturen. An jedem Standort gibt es qualifizierte Ansprechpersonen, die als zentrale Schnittstelle zwischen lokalen Anforderungen und globalen Standards fungieren. Unsere Mitarbeitenden verfügen über eine fundierte Ausbildung und werden durch die Zentrale in Wien mittels Informationskampagnen und diversen Aussendungen regelmäßig unterstützt. Arbeits- und Betriebsanweisungen, Handlungsanleitungen sowie Sicherheitsdatenblätter werden durch unser fachkundiges Personal erstellt und im Rahmen der Audits überprüft. Dabei wird nicht nur auf Aktualität, sondern auch auf Wirksamkeit der Inhalte geachtet.
Persönliche Verantwortung
Schutzausrüstung
Ein weiterer zentraler Bestandteil unseres Sicherheitsverständnisses betrifft die persönliche Schutzausrüstung (PSA). Für die Donau Chemie Gruppe gilt hier ein kompromissloser Qualitätsanspruch. Die bestmögliche Ausrüstung wird beschafft, auf Praxistauglichkeit geprüft und kontinuierlich weiterentwickelt. Neue PSA-Erkenntnisse oder Materialeinführungen werden standortübergreifend kommuniziert, um einen möglichst breiten Wissensaustausch zu fördern.
Meldewesen
Doch persönliche Sicherheitsmaßnahmen gehen für uns weit über die PSA hinaus. Im Mittelpunkt steht die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen. Wir fördern eine offene Kommunikationskultur, in der Fehler angesprochen werden dürfen und in der unsichere Handlungen, gefährliche Zustände oder Beinaheunfälle gemeldet werden. Diese Meldungen werden monatlich ausgewertet, aufbereitet und über einen globalen Sicherheitsnewsletter an die gesamte Organisation verteilt. So stellen wir sicher, dass Erkenntnisse und Erfahrungen nicht in einzelnen Bereichen verbleiben, sondern international geteilt werden. Bei schwerwiegenden Vorfällen erfolgt eine systematische Unfallaufarbeitung stets im Vier-Augen-Prinzip durch geschulte Expertinnen und Experten. Ergänzend werden Webinare organisiert, in denen zentrale Erkenntnisse und Präventionsmaßnahmen vermittelt werden.