Ein Jahresrückblick von Alexander Marka, Leiter Verkauf der Donau Chemie Wassertechnik
Die Wassertechnik blickt bereits jetzt – Stand Oktober – auf ein ereignisreiches Jahr 2026 zurück. Besonders zwei unvorhergesehene Herausforderungen verlangten schnelles Handeln und kreative Lösungen. Das gelingt dank des Zusammenhalts von Mitarbeitern, Partnern und Kunden.
Stillstand in Brückl
Anfang Februar der Schock: Am ersten Samstag um zwei Uhr nachts brannte die 20-kV-Schaltanlage und verursachte von einer Sekunde auf die andere einen Stromausfall im gesamten Werk. Die Produktion stand still.
Bereits am selben Tag wurden die ersten Maßnahmen ergriffen: Dabei war die Versorgung mit einem Notstromaggregat entscheidend, um die Anlagen sicher herunterfahren zu können. Denn eine chemische Produktion muss bei einem Not-Stopp zuerst einmal ordentlich gespült werden, um Schäden zu verhindern.
Parallel wurden alle geplanten Zu- und An- Lieferungen gestoppt.
Es war sehr schnell klar, dass eine Zeit lang kein LKW mit Fällmitteln das Werk Brückl verlassen würde.
Force Majeure, die höhere Gewalt
Ein Ereignis wie dieses, das wir auch durch äußerste Sorgfalt nicht hätten verhindern oder abwenden können, trat in dieser Dimension erstmals in der Geschichte der Donau Chemie Wassertechnik auf.
Die geplanten Lieferungen der nächsten Tage mussten wir absagen. Ab Montag stand das Verkaufsteam laufend in Kontakt mit seinen Kunden und sondierte alle Möglichkeiten, trotzdem Ware für Kunden mit kritischen Lagerständen zu organisieren. Jetzt zeigte sich die langfristige Ausrichtung der Chemie Gruppe als richtig: Unser Schwesterwerk in Kazincbarcika erhöhte die Produktion und half uns mit allen verfügbaren Produkten aus.
Erfindungsreichtum und Zusammenhalt
Bereits Anfang der Woche hatten wir einen Überblick über die Situation und konnten abschätzen, dass wir rund zwei Wochen für die Wiederinbetriebnahme brauchen würden. Die Reparaturarbeiten liefen auf Hochtouren. Der erste Schock war schnell verdaut und die Räder griffen schnell ineinander. Natürlich lief nicht alles perfekt, aber wir sind gut durch diese Ausnahmesituation gekommen.
Ein Dank geht an dieser Stelle an die Teams in Brückl, Kazincbarcika und Wien sowie an unsere Partner, die geholfen haben, die Kunden der Wassertechnik mit den nötigen Produkten zu versorgen – sowie an unsere Kunden selbst, die in dieser schwierigen Zeit flexibel und verständnisvoll reagiert haben.
Und dann der Nahe Osten …
Nachdem in Brückl wieder alles rund lief, wurde es im Frühjahr im Nahen Osten unruhig. Die durch die kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich gestiegenen Dieselpreise mussten auch wir in unserer Kalkulation abbilden.
Faire Lösung für gestiegene Preise
Unser Ansatz: eine temporäre Transportkostenpauschale. Wir weisen seither diesen Teil der Transportkosten als eigene Position aus. Damit schaffen wir Transparenz und reagieren fair und flexibel auf die laufenden Entwicklungen. Wir beobachten laufend die Preise an den Zapfsäulen, verhandeln mit den Speditionen und verrechnen so nur die tatsächlich entstehenden Mehrkosten an unsere Kunden weiter.
Stand heute, Oktober 2026, sehen wir keine klare Tendenz, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickeln wird – wir hoffen auf eine baldige Lösung des Konflikts.
Warum wir zuversichtlich sind
Die beiden Vorfälle zeigen, dass die Wassertechnik auch von unvorhergesehenen Ereignissen nicht so leicht aus der Bahn geworfen wird. Dank Ihnen allen – Lieferanten, Partnern und Kunden –, die auch in schwierigen Situationen zusammenstehen. Die Produktion läuft wieder reibungslos, geliefert wird pünktlich und verlässlich. Und so viel sei verraten: Wir haben einiges in der Pipeline – und bald gibt es auch etwas zu feiern. Sie dürfen gespannt sein!
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